Erzählen Sie mal... Interview mit einem Mitglied des Geschäftsbereichs Reinigung bei Fraunhofer

In unserer Interview-Reihe stellen wir Ihnen in jedem Newsletter ein Mitglied aus dem Geschäftsbereich Reinigung bei Fraunhofer einmal näher vor. Diesmal stand uns Markus Rochowicz vom Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA Rede und Antwort. Lesen Sie mehr über seinen Werdegang sowie seine persönliche Sichtweise zu den Zielen, Potenzialen und Wünschen für den Geschäftsbereich Reinigung bei Fraunhofer.

 

1. Wie bist Du zum Geschäftsbereich Reinigung (FRei) bei Fraunhofer gekommen?
Wir beschäftigen uns seit Mitte der 80er Jahre mit Reinheitstechnik und waren bereits bei der Gründung der Fraunhofer Allianz Reinigungstechnik, der Vorgängervereinigung der FRei, mit dabei.

 

2. Welches Ziel hast Du Dir für Deine Arbeit im Geschäftsbereich Reinigung bei Fraunhofer gesetzt?
Ich möchte gerne zusammen mit den Kollegen aus den anderen beteiligten Instituten ein kompetentes Netzwerk für Industriefragen bieten und gleichzeitig die Reinigungstechnik als relevantes Thema für die Forschungslandschaft positionieren helfen.

 

3. Was möchtest Du den Kunden der FRei mit auf den Weg geben?
Trauen Sie sich, bei Fragen zur Produktreinheit bei Fraunhofer anzufragen. Hier gibt es nicht nur zukunftsweisende (Grundlagen-) Forschung, sondern auch pragmatische Lösungen für Fragen des Produktionsalltags.

 

4. Was bietet das Fraunhofer IPA in der Reinigungstechnik an?
Wir sind eine der wenigen Organisationseinheiten bei Fraunhofer, die sich ausschließlich mit Reinheitsthemen beschäftigen. In dieser Nische sind wir aber sehr breit aufgestellt und bieten Reinigungstechnik in Forschung und Dienstleistung, Planung und Optimierung von reinen Fertigungsbereichen für die Industrie, Analytik für Partikel, chemische und biologische Reinheit, bis hin zu Schulungen in Stuttgart oder beim Kunden vor Ort. Auch in der Standardisierung sind wir sehr aktiv, von der Technischen Sauberkeit bis zur Reinheit von Medizinprodukten.

 

5. Was macht Dich zu einem kompetenten Partner in der Reinigungstechnik?
Ich habe mich schon während meines Studiums Anfang der 90er Jahre als Hiwi am IPA mit Reinheitstechnik beschäftigt und bin mit Begeisterung dabeigeblieben, also kurz gesagt: Erfahrung und Leidenschaft für die Thematik.

 

6. Was wünschst Du Dir für die Branche?
Leider wird die Reinigungstechnik häufig als „notwendiges Übel“ in der Produktionstechnik gesehen. Heute spielt aber die Produktreinheit in nahezu allen Branchen eine entscheidende Rolle für Qualität, Ausbeute und (Funktions-) Sicherheit der Erzeugnisse. Hier würde ich mir wünschen, dass die Reinigungstechnik einen ebenbürtigen Stellenwert neben anderen Fertigungstechnologien bekommt.

 

7. Was braucht es dringend, damit auf dem Gebiet der Reinigungstechnik der nächste große Schritt gegangen werden kann?
Ideen für neue Lösungen gibt es sehr viele. Was wir brauchen, ist die Bereitschaft Reinigungstechnik als forschungsrelevantes Zukunftsthema zu sehen und mit Fördergeldern zu unterstützen.