Erzählen Sie mal... Interview mit einem Mitglied des Geschäftsbereichs Reinigung bei Fraunhofer

In unserer Interview-Reihe stellen wir Ihnen in jedem Newsletter ein Mitglied aus dem Geschäftsbereich Reinigung bei Fraunhofer einmal näher vor. Diesmal stand uns Albrecht Brandenburg IPM (Fraunhofer-Institut für Physikalische Messtechnik IPM) Rede und Antwort. Lesen Sie mehr über seinen Werdegang sowie seine persönliche Sichtweise zu den Zielen, Potenzialen und Wünschen für den Geschäftsbereich Reinigung bei Fraunhofer.

 

1. Wie bist Du zum Geschäftsbereich Reinigung (FRei) bei Fraunhofer gekommen?
Beim Fraunhofer-Institut für Physikalische Messtechnik haben wir einige Jahre auf dem Gebiet der optischen Prüfung von Oberflächen gearbeitet, als wir entschieden haben, auch die Reinheitsprüfung als Thema aufzunehmen. Dieses Feld hat sich wirtschaftlich und technologisch sehr gut entwickelt. Damit war es naheliegend, innerhalb der Fraunhofer-Gesellschaft den Austausch mit Kollegen zu pflegen, die sich mit der Teilereinigung und der Oberflächenprüfung beschäftigen.

 

2. Welches Ziel hast Du Dir für Deine Arbeit im Geschäftsbereich Reinigung bei Fraunhofer gesetzt?
Knowhow zur optischen Mess- und Prüftechnik in das Geschäftsfeld einzubringen und damit das Angebot von Fraunhofer auf diesem Gebiet zu ergänzen. Außerdem lerne ich von den Kollegen viel über Reinigungsverfahren und Prozessabläufe bei der Teilereinigung.

 

3. Was möchtest Du den Kunden der FRei mit auf den Weg geben?
Dass die schnelle und präzise Prüfung der Bauteilreinheit ein wichtiger Bestandteil der Prozesskette ist und dass dieser Schritt nicht nur die Qualität und Zuverlässigkeit der Bauteile erhöht, sondern auch Kosten spart und damit zur Nachhaltigkeit der Produktion beiträgt.

 

4. Was bietet das Fraunhofer IPM in der Reinigungstechnik an?
Das Fraunhofer IPM bringt die schnelle optische Prüfung von Oberflächen im Labor oder in der Fertigungslinie ein. Wir haben eine ganze Reihe von Mess- und Prüfverfahren, wie z.B. verschiedene Bildgebungs- und Bildverarbeitungsverfahren, die bildgebende Fluoreszenz und die Partikeldetektion auf dem Bauteil entwickelt. Einige dieser Verfahren wie z.B. die bildgebende Fluoreszenzmesstechnik mit Laserscannern sind weltweit einzigartig.

 

5. Was macht Dich zu einem kompetenten Partner in der Reinigungstechnik?
Fast 4 Jahrzehnte intensiver Forschungs- und Entwicklungsarbeit auf den Gebieten Optik und Messtechnik. In dieser Zeit konnte ich sehr viele Fragestellungen von Kunden kennenlernen und zusammen mit einem Team von Physikern und Ingenieuren Lösungen ausarbeiten, die in der Industrie umgesetzt wurden. Diese Kenntnisse und Erfahrungen kommen der Entwicklung von Verfahren zur Reinheitsprüfung zugute.

 

6. Was wünschst Du Dir für die Branche?
Mehr Sichtbarkeit. Die industrielle Reinigungstechnik und die Reinheitsprüfung sind für viele Produkte von großer Bedeutung. Ein größeres Bewusstsein für diese Themen könnte helfen, Ausschuss zu reduzieren und nachträgliche Veränderungen in Produktionsabläufen zu vermeiden.

 

7. Was braucht es dringend, damit auf dem Gebiet der Reinigungstechnik der nächste große Schritt gegangen werden kann?
Die Reinigungstechnik lebt von kontinuierlichen Verbesserungen der Technologien, die immer wieder gut validiert und zertifiziert sein müssen. Diesen Fortschritt gilt es voranzutreiben, um bezüglich Qualität, Sicherheit und Nachhaltigkeit in der industriellen Fertigung immer besser zu werden.