In der Ernährungswirtschaft und Lebensmittelindustrie sind die Reinigung und Desinfektion von Produktionsanlagen nicht mehr wegzudenken. Die hygienischen Gegebenheiten vor, während und nach dem Herstellungsprozess haben einen erheblichen Einfluss auf die Qualität des Enderzeugnisses. Daher ist die Reinigung heute integrierter Bestandteil der Prozesskette zur Erzeugung sicherer Lebensmittel.
Bei der Produktion müssen neben sensorischen Produkteigenschaften, die Haltbarkeit und insbesondere die potenzielle Gesundheitsgefährdung durch pathogene Mikroorganismen sowie deren Toxine beachtet werden. Um eine optimale Reinigung zu ermöglichen, werden Anlagen lebensmittelspezifisch konstruiert. Auf dem Fachgebiet des Hygienic Design werden dazu Materialart, Oberflächenbeschaffenheit und die geometrische Konstruktion im Hinblick auf die Reinigungsfähigkeit betrachtet. Die Effizienz der Reinigung wird von verschiedenen Variablen wie z. B. hygienegerechte Bauteile und die anlagenspezifische Kombination der materialverträglichen Reinigungsmedien beeinflusst. Hinzu kommen Spezifikationen wie Konzentration, Einwirkzeit, Temperatur, Anzahl der Spülgänge und Flüssigkeitsvolumen. Ebenfalls wird auf das sogenannte Cleaning-in-Place (CIP) – die automatische Reinigung im geschlossenen System – zurückgegriffen, das die Demontage und manuelle Säuberung erspart.
Fraunhofer-Geschäftsbereich Reinigung