Elektrotechnik- und Elektronikindustrie

Reinigung, Digitalwirtschaft und Elektronikindustrie - Wie passt das zusammen?

Für die Digitalwirtschaft ist eine zuverlässig funktionierende Elektronik und für die Datengenerierung auch eine umfangreiche Sensorik die Basis. In der gesamten Wertschöpfungskette der Elektronikindustrie von der Wafer-Prozessierung bis zur Back-End-Fertigung sind vielfältige Reinigungsprozesse ein essenzieller Bestandteil und tragen zur Qualität und Funktionssicherheit des Endprodukts bei, denn kleinste Partikel können in der Elektronikindustrie zum Ausfall des Bauteils oder Nichtfunktionieren des Produkts führen.

Längst sind aber auch Know-how und Angebote der Digitalwirtschaft wichtige Pfeiler für eine passgenaue Planung, Steuerung von Reinigungsanlagen, die digitale Überwachung von Reinigungsprozessen und die komplette Verkettung von Produktionsschritten bis hin zur KI-gesteuerten Analyse von Verschmutzungszuständen und das Machine Learning für die Sauberkeitskontrolle.

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Anwendungsschwerpunkte

  • Werden in der Entwicklung, bei der Produktionsspitzen oder auch im Fall von Wartungsarbeiten Reinräume nur temporär benötigt, können mobile und flexible Lösungen eingesetzt werden. Je nach Anforderung an Größe, branchenspezifische Notwendigkeiten und Kundenwunsch werden dafür maßgeschneiderte Raumlösungen entwickelt, gefertigt und in Betrieb genommen, die innerhalb von sehr kurzer Zeit auf- und abgebaut, und bei Nichtgebrauch platzsparend verstaut werden können.

  • Die Fertigung von elektronischen Modulen erfolgt meist in trockenen Prozessketten ohne Flüssigkeiten. Daher ist die CO2-Schneestrahl-Reinigung ein wichtiger und effektiver Reinigungsprozess für die Anlagenintegration und Automatisierung.

  • Neben der effektiven Reinigung ist auch die Reinhaltung von elektronischen Produkten in der weiteren Prozesskette wichtig. Die Gestaltung der Umgebung, Logistik, des Personals und der Prozesse sind entscheidende Elemente, die aufeinander abgestimmt sein müssen. Dabei ist es essentiell, die erforderliche Reinheit zu vertretbaren Kosten zu erreichen. Auf dem Weg zu einem Reinheitskonzept, das so sauber wie nötig ist, müssen die richtigen Maßnahmen indentifiziert und umgesetzt werden.

  • Die Reinigung, Prüfung des Reinigungsergebnisses und Verpackung im Reinraum sind bei kleineren Stückzahlen im eigenen Unternehmen oft nicht wirtschaftlich durchführbar, wenn die notwenige Infrastruktur fehlt. Eine Kooperation mit einem Partner, der die benötigten Geräte und Räumlichkeiten bereitstellt und bei den reinheitskritischen Prozessen unterstützt, ist hier empfehlenswert.

  • Beim Einschleusen von Teilen in den Reinraum werden diese entweder aus einer Verpackung entnommen oder in einer Schleuse gereinigt. Bei im Raum installierten Produktionsanlagen kommt dies oft zu kurz, was das Kontaminationsrisiko erhöht. Gründe sind meist unzureichende Reinigungsmöglichkeiten des Anlagenherstellers und -lieferanten sowie begrenzter Zugang zu Reinigung an Außenflächen nach Inbetriebnahme.

Beispiel aus der Praxis

Reinigung von High-Tech-Anlagen für den Reinraum einsatz – sechs Schritte zum Erfolg

  • Die technische Klärung: Was kann und darf gereinigt werden? 
  • Der Ort der Reinigung: Beim Lieferanten, beim Kunden, bei Fraunhofer?
  • Die Reinigungsstrategie: Auswahl geeigneter Reinigungsverfahren
  • Hochqualifiziertes, motiviertes Personal
  • Die Reinigungsvalidierung mit entsprechenden analytischen Methoden
  • Das Einschleusen in den Kundenreinraum

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