Gesundheitswirtschaft

Alle Produkte die mit dem menschlichen Körper in Berührung kommen, müssen nicht nur frei von pathogenen Kontaminationen bis hin zur Sterilität sein, sondern dürfen auch keine Bearbeitungsrückstände mehr aufweisen. Das muss bei der Herstellung der Produkte und auch bei einer möglichen Aufbereitung gewährleistet werden.

In der Gesundheitswirtschaft ist die Reinigung deshalb komplex: Die verwendeten Materialen, wie z. B. Formgedächtnispolymere und Metalle, poröse Keramiken, Präzisionsoptiken, integrierte Elektronik, sowie resorbierbare und biokompatible Werkstoffe, erfordern oft eine spezifische Entwicklung der Reinigungs- und Nachweisverfahren. Komplexe Geometrien, Kapillaren, lange dünne Schläuche und Katheder bergen zusätzliche Herausforderungen. Zudem ist, im Gegensatz zu den meisten anderen Branchen, die Überprüfung des Reinigungsergebnisses und die Validierung der Prozesse essentiell.

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Anwendungsschwerpunkte

  • Die Auswirkungen der Covid19-Pandemie haben mehr als deutlich gezeigt, dass eine geeignete Kontaminationsvermeidung und Reinigung in hygienerelevanten Bereichen neben dem persönlichen Gesundheitsschutz auch ein hohes volkswirtschaftliches Potential besitzt. Zusätzlich zu etablierten Verfahren mit mehr als hundertjähriger Tradition erlangen u.a. UV- und Plasmaverfahren sowie eine schnelle Detektion von Verschmutzungen eine wachsende Bedeutung.

  • Kleinste Verunreinigungen, Partikel und Filme können hier zum Ausschuss der Produkte oder zu einer fehlerhaften nachfolgenden Sterilisation führen. Geeignete Reinigungsprozesse müssen nicht nur regulatorische Vorgaben erfüllen, sondern die entsprechenden Fertigungsschritte gewährleisten und die finale Sterilisation der Produkte vorbereiten.

  • Neuartige High-Tech Produkte und Materialien stellen zunehmend eine große Herausforderung (wie z.B. geringe thermische Belastbarkeit, bioaktive Inhaltsstoffe, elektronische Komponente) an traditionelle Sterilisationsverfahren. Um die Reinheit zu garantieren bieten sich Methoden mit niederenergetisch beschleunigter Elektronen, Röntgen, UV-Strahlen oder Plasmaverfahren an.

Beispiel aus der Praxis

On-site Sterilisation mit Elektronen

  • Oberflächensterilisation von verpackten Produkten
  • Angepasste Lösungen für sensible Produkte möglich
  • Verpackungsintegriertes Dosismonitoring möglich
  • Steril in wenigen Minuten
  • Kompakte Anlagentechnik

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