Verfahren mit flüssigen Medien

Abrasivwasserstrahlen

Beim Abrasivwasserstrahlen wird dem Hochdruckwasserstrahl ein Schleifmittel (z. B. Sand, Korund oder Granatsand) zugesetzt, um die Reinigungs- oder Bearbeitungswirkung zu verstärken. Der Wasserstrahl transportiert die abrasiven Partikel, die mit hoher Geschwindigkeit auf die Oberfläche treffen und hartnäckige Verunreinigungen, Beschichtungen oder Materialschichten gezielt abtragen. Dieses Verfahren wird häufig in der industriellen Oberflächenbearbeitung, Entlackung oder Entgratung verwendet und ist präzise sowie materialschonend.

Druckwechselreinigung

Druckwechselreinigung (auch bekannt unter den Bezeichnungen: zyklische Nukleation, CNx, CNp, Pulse Pressure Cleaning PPC) ist ein Reinigungsverfahren mit flüssigen Medien, bei dem in einer geschlossenen Reinigungskammer gezielte Druckwechsel eingesetzt werden, um Ablagerungen, Partikel und Verunreinigungen effektiv aus Leitungen, Kapillaren, Schläuchen, Sacklöchern und ähnlichen schwer zugänglichen Oberflächen von Bauteilen und Funktionsflächen zu lösen. Durch den wechselnden Druck entstehen Dampfblasen im gesamten Flüssigkeitsvolumen, die beim periodischen Entstehen und Implodieren Strömungsimpulse auslösen, die auch schwer zugängliche Bereiche erreichen und so eine schonende und zugleich effiziente Reinigung ermöglichen.

Hochdruckwasserstrahlverfahren

Hochdruckwasserstrahlverfahren nutzen Drücke bis zu 4.000 bar, um Schmutz und hartnäckige Ablagerungen abrasiv zu entfernen. Das Wasser wird durch spezielle, zum Teil rotierende, Düsen geleitet und reinigt ohne Chemikalien. Der Einsatz erfolgt vorwiegend für die Instandhaltung verfahrenstechnischer Anlagenkomponenten und erfordert ein hohes Maß an Sicherheitsmaßnahmen im Arbeitsschutz.

Impulsspülverfahren

Das Impulsspülverfahren reinigt Bauteile mit Hohlräumen durch pulsierende Druckstöße einer Reinigungsflüssigkeit. Die Turbulenzen lösen hartnäckigen Schmutz, der durch den Flüssigkeitsstrom abtransportiert wird. Es ist ideal für schwer zugängliche Bereiche wie Kanäle oder Hydrauliksysteme. Dieses Verfahren ist effektiv und materialschonend.

Reinigung mit flüssigem CO2

Die Reinigung mit flüssigem CO₂ nutzt komprimiertes, durch hohen Druck verflüssigtes oder überkritisches CO₂, das über hervorragende Lösemitteleigenschaften verfügt. Dieses Verfahren eignet sich besonders gut zum Entfernen von Ölen und Fetten sowie zur Reinigung von Bauteilen mit komplexen Geometrien und stark strukturierten Oberflächen. Obwohl die Anwendung innerhalb der industriellen Reinigungstechnik bislang kaum verbreitet ist, ist die Reinigung mit flüssigem CO₂ bereits in der Hochdruckextraktion und der Textilreinigung etabliert.

Reinigung und Hygienisierung mit plasmabehandelten Flüssigkeiten

Plasmabehandelte Flüssigkeiten (PBF) beinhalten eine Vielzahl reaktiver Stickstoff- und Sauerstoffspezies (RONS) und werden durch die Behandlung von Flüssigkeiten mit Atmosphärendruckplasma erzeugt. Aufgrund der reaktiven Spezies und dem einhergehenden sauren pH-Wert wirken PBF reinigend und desinfizierend. Da keine zusätzlichen Chemikalien benötigt werden, stellen PBF eine umweltfreundliche und nachhaltige Alternative zu existenten Reinigungsmedien und -prozessen dar.

Spritzreinigung

Die Spritzreinigung ist ein Reinigungsverfahren, bei dem das Reinigungsmedium mit hohem Druck auf die zu reinigenden Bauteile aufgespritzt wird. Dabei werden Verunreinigungen teilweise durch die chemische Wirkung des Reinigungsmittels gelöst oder emulgiert und teilweise durch die hohe kinetische Energie des Spritzstrahls entfernt.

Für die Qualität des Spritzreinigungsverfahrens sind insbesondere die Form und Anordnung der Düsen, der Spritzdruck sowie gegebenenfalls die Pulsierung maßgeblich. Häufig wird die Spritzreinigung mit einer Bewegung des Waschguts und/oder der Düse kombiniert, um eine gleichmäßige Reinigung zu gewährleisten.

Ultraschall-unterstützte Tauchreinigung

Ultraschall-unterstützte Tauchreinigung kombiniert die traditionelle Tauchreinigung mit moderner Ultraschalltechnologie, um eine effizientere Reinigung zu ermöglichen. Bei der Tauchreinigung werden die zu reinigenden Güter in eine Reinigungslösung eingetaucht, wobei sowohl wässrige als auch organische Lösungsmittel verwendet werden können. Durch den flexiblen und gut modifizierbaren Anlagenaufbau ist diese Methode in der industriellen Reinigungstechnik weit verbreitet.

Die Ultraschall-Energie wird über in oder an dem Reinigungsbehältnis angebrachte Ultraschallschwinger an das Reinigungsmedium übertragen. Ultraschall bis hin zu Megaschall (technisch genutzte Frequenzen etwa im Bereich von 20 - 1.000 kHz), definiert als Schall oberhalb der menschlichen Hörschwelle, erzeugt durch Kavitationseffekte an Oberflächen und Partikeln lokal und kurzzeitig extreme Druck- und Temperaturverhältnisse, was die Reinigungswirkung fördert.

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