Cleanability-Analyse

Die Cleanability (Reinigbarkeit) eines Bauteils ist die zwingende Voraussetzung für die Machbarkeit eines geplanten oder bestehenden Reinigungsprozesses und dann gegeben, wenn keine Umstände vorliegen, die die Reinigung eines Bauteils entsprechend der vorliegenden Sauberkeitsspezifikation unmöglich machen oder so erschweren, dass eine wirtschaftliche Reinigung nicht möglich ist. Bei der Planung eines Prozesses muss die geforderte Sauberkeitsspezifikationen zumindest unter realitätsnahen Labor-/Versuchsbedingungen erreicht werden können.

 

Cleanability bezeichnet damit auch die Gesamtheit aller Einflussgrößen auf die Erreichbarkeit der anforderungsgerechten Sauberkeit und wenn ja, deren Auswirkungen auf den Aufwand. Welche Einflussfaktoren gibt es und worauf sollte deshalb geachtet werden?

  • → Basierend auf konkreter Erfordernis - Folgeprozess

    → Was, wieviel, wo und wann stört?

    → Quantitativ prüfbare Angaben

    → Verbunden mit Prüfprocedere (was, wo, womit, wann, durch wen?)

    → Grenzwerte und Toleranzen

    → Umgang mit Abweichungen

    → …

    Mitarbeit in einem Normungsausschuss zur strukturierten Anleitung für dieses kostenrelevante und komplexe Thema

     

  • → Erreichbarkeit innenliegender Geometrien

    → Schöpfende Bereiche

    → Fügestellen bei Baugruppen (Fugen, Dichtflächen, Materialkombinationen, …)

    → Sacklöcher, Hinterschneidungen

    → Komplexe Leitungsführung

    → Gratentstehung

    → Nicht abgeschlossene Hohlräume (Bördelungen, Falze, …)

    → Raue Oberflächen

    → ...

  • → Subtraktiv oder additiv gefertigt

    → Offenporige Schäume, Sintermaterialien, Keramiken

    → Natürliche oder künstliche Oxidschichten

    → Temperaturbeständigkeit

    → Chemikalienbeständigkeit

    → Korrosionsbeständigkeit

    → Magnetismus

    → …

  • → Urformen (Druckguss, Spritzguss, Extrudieren, …)

    → Umformen (Walzen, Schmieden, Biegen, …)

    → Spanende Bearbeitung (Bohren, Fräsen, Schleifen, …)

    → Beschichtung (KTL, PVD, Eloxieren, …)

    → Verwendete Hilfsstoffe

    → Verwendete Werkzeuge

    → …

  • → Vorhandene Reinigungsanlagen und -medien

    → Feste, flüssige, gasförmige oder ohne Medien

    → Sinner‘scher Kreis

    → Globale oder lokale Reinigung

    → Allseitige oder „auf Sicht“ wirkende Prozesse

    → Taktzeit

    → Vorschriften

    → …

  • → Kann unter den gegebenen Umgebungsbedingungen der notwendige Sauberkeitsgrad erreicht und/oder erhalten werden?

    → Spielen luftgetragene Partikel eine Rolle? - Reinraum

    → Offene Hallentore

    → Quer blasende Ventilatoren

    → Aerosole von Verarbeitungsprozessen

    → …

  • → Klima (Temperatur, Luftfeuchte, Taupunkt, …)

    → Offen oder geschützt

    → Geeignete Warenträger („sauber“, reinigungsgerechtes Design)

    → Stückgut, Schüttgut

    → Produktberührende Flächen (Greifer, Hände, Blister, …)

    → Dauer

    → …

  • → Material (potentielle Quelle von Verunreinigungen)

    → Form (Beutel, Blister, Folie, Kiste, Container, …)

    → Schutzwirkung (mechanischer Schutz, Vakuum, Trockenmittel, VCI, …)

    → Schutzdauer (Zwischenlager, Seetransport, …)

    → Wiederverwendbar (reinigbar?)

    → Wo und wann wird verpackt?

    → …

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